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Wie man einen Sultan richtig beleidigt – und warum ein Blick hinter die Kulissen lohnt

Schlecky Silberstein, der u.a. für die Böhmermann-Sendung Neo Magazin Royal schreibt, hat in seinem Blog einen wunderschönen Artikel mit dem Titel „Gefickt sei Deine Mutter – Eine Schmähritik an den türkischen Sultan von 1676“ geschrieben. Es geht dabei um einen herrlichen Brief, den Saporoger Kosaken angeblich dem osmanischen Sultan geschrieben haben und in dem sie ihn, gelinde gesagt, derbe beleidgen.

Lest den Artikel, bevor ihr hier weiterlest!

Schlecky Silberstein zitiert dieses (angebliche oder tatsächliche) Schmähgedicht so, wie es im Wikipedia-Artikel zitiert wird. Und das ist schon sehr, sehr witzig. Aber auf der Diskussionsseite des Wikipediaartikels findet sich eine, wie ich finde, noch bessere Version:

„Du sultanischer Teufelsschwanz, Bruder und Genosse des erbärmlichen Satans und des leibhaftigen Luzifers Sekretär!!
Ei, was bist Du Hosentrompeter doch für ein trauriges Zwiebelchen!
Was Beelzebub scheißt, das frisst Du samt Deinen Scharen!
Wie will so ein Wind-Ei wie Du ehrliche Christensöhne und Saporoge Kosaken in seine Gewalt kriegen?
Hörst Du unser Gelächter, Du taubstumme Krötenzehe??

Zu Wasser und zu lande haben wir Dich zu Boden gestreckt! Komm nur, dass wir Dir völlig den Garaus machen!
Du babylonischer Küchenchef, du mazedonischer Fingerhut, du alexandrinischer Ziegenmetzger, Erzsauhalter von Ägypten, du armenisches Schwein, Du tatarischer Geißbock, Du Taschendieb von Podolsk und blutbesudelter Hinterfotz von Kamenetz, Du Enkel aller Höllenbewohner, du Schmutzfink ohnegleichen, Du stinkender Narr der ganzen Welt und Unterwelt, dazu unseres Gottes Dummkopf!
Sollten wir Dich anreden, wie Du es verdienst, Du aufgedunsener Schweinekopf? Dann hör’ zu, Stutenarsch und Metzgerhund, der Du bist! Du ungetaufter Schädel und Mistkäfer!
Wir wissen vor allem dieses: du Unflätiger bist nicht würdig, einer rechtgläubigen Christenmutter Sohn zu sein! Deshalb schlagen wir Dir diesen Brief um dein rotziges Maul, Ungewaschener.
Und das ist auf Siegel und Wort unserer Antwort, Muhamed! Da wir keinen Kalender haben, wissen wir das Datum nicht. Der Mond steht am Himmel und wir tafeln im Freien. Das Jahr steht im Buch geschrieben. Und der Tag ist der gleiche wie bei Euch.

Womit Du uns den Hintern küssen kannst! Dem Altlager-Ataman Iwan Syrko und allen seinen braven und tapferen Saporoger Kosaken!

Amen!“

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