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Wie damals, in den Mailboxen

Ich bewege mich derzeit nach langer Abwesenheit wieder recht viel in Foren. Dort findet sich viel Kluges und Hilfreiches, und ich bin unendlich dankbar, dass sich Menschen die Mühe machen, ihr Wissen zu teilen (Sharing is Caring!). In meinem Fall sind dies Primäre gerade Linux- (aus Gründen) und Nexus 5-Foren (ich würde soooo gerne dieses vermaledeite Lollipop loswerden! Wenn jemand einen Tip hat, nur zu.). Dabei sind mir zwei Phänomene wieder begegnet, die ich noch aus meinen Anfangstagen im Netz kenne:

1. Me, too

Jemand beschreibt sein Problem und fragt im Forum nach einer Lösung. Dann kann man öfters erst einmal ewig nach unten scrollen und alle die „Oh ja, das gleiche Problem habe ich auch“-Postings überspringen. Oder die „bei mir geht es auch nicht, hat jemand die Lösung?“-Einträge. Warum machen Leute das? Entweder, jemand hat eine Lösung / Idee, oder eben nicht. Das wird doch nicht dadurch anders, das mehr als eine Person dieses Problem hat? Und: Welche IT-Probleme sind schon wirklich originell?

2. Foren-Nazis

(Nicht erschrecken über die Überschrift – der Ausdruck kommt aus dem Amerikanischen und bezieht sich auf eine bekannte Szene aus der Serie „Seinfeld“). Das sind die Leute, die nichts besseres zu tun haben als Leute anzuschnauzen, weil sie eine Frage gestellt haben, die bereits früher beantwortet wurde („Use the fu**king search!„); oder weil sie die Frage im falschen Unterforum gestellt haben; oder aber weil bestimmte Informationen fehlen. Sicher kann das nervig sein – aber wer hat Freude an dieser Form der Meta-Diskussion? Das ist etwas, was mich auch an der Wikipedia stets abgestoßen hat – dieses sich am (echten oder vermeintlichen) Fehlverhalten anderer abzuarbeiten. Viele potentiell produktive Diskussionen enden daher viel zu schnell Meta-Quark.

So, dies als schneller Text, ich muss jetzt irgendwie die Möglichkeit finden, meine völlig durcheinander geratenen Klingeltöne im Nexus 5 wieder zu reparieren.

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3 Kommentare

  1. Hi Pavel!
    So ein Downgrade ist schwer zu erklären, aber hier zum Recherchieren die Schritte:

    Achtung: Wenn Du nur diese Schritte machst, sind hinterher alle Daten weg! Sichere, was Du brauchst!!!

    * Finde das richtige Kitkat-Image: https://developers.google.com/android/nexus/images, Abschnitt „Factory Images „hammerhead“ for Nexus 5 (GSM/LTE)“ -> Datei auf Rechner runterladen und entpacken (Merke Dir den Pfad zu dem Ordner, in dem es ist.)
    * Finde heraus, wie Du unter Linux Mint „fastboot“ und die „adb“-Tools (Android-Developer-Tools) installierst.
    * Unlocke den Bootloader: Gerät ausmachen, Volume Down und Power drücken, dann kommst in den Bootloader. Unten steht locked. Das Gerät per USB verbinden, auf Rechner Terminal öffnen, wahrscheinlich „fastboot oem unlock“ o.ä., unten muss dann unlocked stehen. Vielleicht musst Du den letzten Befehl mit Adminrechten ausführen, das merkst Du dann, wenn es so nicht nicht.
    * Im Terminal auf dem Rechner in den Ordner wechseln, in dem Du das Image entpackt hast. (cd /home/bla/bla/ der Pfad von oben). Dort eingeben ./flash-all.sh Warten, bis alles durchgelaufen ist, dann rebootet das Telefon. Nicht vom USB trennen, bis es fertig ist, das kann schon einen längeren Moment dauern. Es rebootet von alleine.
    * Ich glaub, es ist normal, dass man beim ersten Flashen schwitzt und Angst um das Telefon hat. 😉

    Viel Erfolg und liebe Grüße!

    Hier sind Screenshots, allerdings für einen Windows-Rechner: http://www.androidpit.com/how-to-downgrade-a-nexus Da siehst Du aber schon mal den Bootloader und so.

    • Doch, hat funktioniert, danke schön! Jetzt muss ich mal sehen, ob KitKat noch läuft und ich tatsächlich auf Lollipop verzichten kann.

  2. Das mag jetzt überraschen, aber: Auch von mir nochmal vielen Dank. Eine klare und kompakte Anleitung! Ich hatte das von Pavel via Twitter mitbekommen, und konnte das Downgrade – glücklicherweise – genau so auch bei meinem Gerät durchführen.

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