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Schwarzfahrt nach Plötzensee

Es sind diese kleinen Meldungen, die kaum jemand beachtet. Wie heute, im Tagesspiegel. Da heisst es:
Schwarzfahren
Klar, denkt man sich da doch, Schwarzfahren ist Scheisse, ich zahle ja auch für mein Ticket, und wenn es teurer wird, dann wird das auch mehr Menschen abschrecken, auf Kosten der Allgemeinheit ohne Ticket zu fahren.

Das Problem ist nur: In der Konsequenz wird das sehr, sehr teuer für uns alle.

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Best of Twitter (2)

Ich mag diese Zusammenstellungen guter Tweets, wie sie zum Beispiel Anke Gröner und Don Dahlmann regelmässig zusammenstellen (wobei ich bei Don Dahlmann nicht sicher bin, ob er das noch tut). Und da ich gerade in Tweetdeck die Funktion “Collections” gefunden habe, mache ich das doch auch gleich mal. In Zukunft werde ich jeweils dann einen solchen Post erstellen, wenn ich zehn passende Tweets zusammen habe.

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Nicht die Datenspeicherung ist das Problem, sondern das Vorrats

Was ist eigentlich das Problem mit diese Vorratsdatenspeicherung, von der gerade so viel gesprochen wird? (Eine erste Einführung ins Thema bietet die Einleitung im entsprechenden Wikipedia-Artikel, weiter als bis zum Inhaltsverzeichnis braucht man aber nicht zu lesen….).

Photo by r2hox

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Mit der Vorratsdatenspeicherung können schwere Verbrechen aufgeklärt und damit weitere schwere Verbrechen (etwa durch Abschreckung potentieller Täter) verhindert werden. Ist das nicht ein guter Grund, die Daten zu speichern?

Nein, ist es nicht.

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Harzimpressionen (1)

Ich verbringe einige Tage im Harz, in Braunlage genauer, wie eigentlich jedes Jahr um diese Zeit. Neu ist dieses mal, dass ich einen Blog habe. Kann ich also mal dieses next big thing von 2007 ausprobieren: Mobile Blogging!!

Fangen wir, natürlich, mit etwas zu Essen an: Frische Waffen und ein Pott Earl Grey. In der Kleinen Teediele Braunlage, für zusammen 3.90 € – beat that,  Berlin

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Es ist nicht einfach / It aint easy

Today I published two blogposts with my favorite Tweets of the last days. Unfortunately, I did not really understand how the „Twitter Collection“ feature works. So now I have accidently deleted all of my favorite Tweets. Next time, I know what to do, so stay tuned…

Heute hatte ich zwei Beiträge mit meinen Lieblingstweets veröffentlicht; leider habe ich erst danach verstanden, wie diese „Twitter Collection“-Feature wirklich funktioniert. Anyway, die Tweets sind weg – und ihr müsst Euch bis zum nächsten mal gedulden.

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Einmal (an die Brüste grapschen) ist keinmal

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass eine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht automatisch ein Grund für eine fristlose Kündigung ist. Zeit Online beschreibt den Vorfall wie folgt:

Der Mann hatte im Juli 2012 im Waschraum zu der Putzfrau gesagt, dass sie einen schönen Busen habe und dann ihre Brust berührt. Als die Frau deutlich machte, dass sie dies nicht wünsche, ließ der Mann sofort von ihr ab.

Im Gespräch mit seinem Arbeitgeber gestand er den Vorfall ein und erklärte, er habe sich eine Sekunde lang vergessen. Er schäme sich, so etwas werde sich nicht wiederholen. Trotzdem kündigte ihm sein Arbeitgeber fristlos. Der Mitarbeiter entschuldigte sich bei der Frau und zahlte ihr ein Schmerzensgeld.

Das BAG wertet dies als einen eindeutigen Fall von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, findet aber, eine Abmahnung hätte auch gereicht, da der Täter offensichtlich nicht „notorisch Grenzen“ überschreiten würde.

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Oh, der Mindestlohn ist da…..

Seit Anfang des Jahres gibt es bekanntlich auch in Deutschland einen Mindestlohn. Als bekennender Sozialdemokrat finde ich das gut; gerade in den geringen Einkommensbereichen funktioniert der freie Markt ganz offensichtlich nicht. Das Angebot an billiger Arbeit ist größer als die Nachfrage – zum Schaden des Mitarbeiters (und, noch häufiger: der Mitarbeiterin). Naja, vielleicht zeugt das gerade davon, dass dieser freie Markt funktioniert. Aber gesellschaftlich ist es ein Problem, wenn Menschen von einem Fulltimejob nicht mehr leben können (wen es interessiert: der derzeitige Mindestlohn von 8,50 bedeutet bei einer 40 Stundenwoche ein Bruttogehalt von 1.473 €, von denen bei Steuerklasse 1, keine Kirchensteuer, keine Kinder, Wohnort Berlin rund 1.083  € übrig bleiben. Netto bleiben also von einer Stunde Putzen, Verkaufen, Pflegen, Bauen, Bewachen gerade mal 6,25 € die Stunde oder 50 € am Tag zum Leben (vor Miete) übrig. Und das mit dem Mindestlohn seit 1.1.2015 – vorher war es noch schlimmer).

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Der Papst vertritt keine Minderheitenmeinung – leider

Gerade geht durchs Netz die Empörung über die Äusserungen von Papst Franziskus, der sich positiv zu einem Vater äusserte, den er wie folgt zitiert: „Manchmal muss ich meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen.“ (Einige sehen die Äusserungen freilich differenzierter.)

Die Empörung ist völlig berechtigt; Kinder zu schlagen, geht nicht. Darüber brauchen wir uns nicht groß mehr zu verständigen, das ist die Norm.

Ist das so?

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