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Was die SPD heute von Hans Koschnick lernen könnte

Hans Koschnick ist gestorben. Er war nicht nur maßgeblich am Friedensprozess in Mostar beteiligt; er war auch von 1967 bis 1985 Bürgermeister meiner Heimatstadt Bremen. Und er war ein ganz maßgeblicher Einfluß für mich, um in die SPD einzutreten und auch in schwierigen Zeiten Mitglied zu bleiben.

Hans Koschnick, Senatspressestelle Bremen, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3066444

Hans Koschnick,
Senatspressestelle Bremen CC BY-SA 2.0 de

Von Hans Koschnick können wir als SPD heute eine Menge lernen. Am wichtigsten: Habe eine Position und vertrete diese, auch wenn es schwer ist. Denn so hat Koschnick die absolute Mehrheit 1983 errungen, als alle meinten , dass das unmöglich sei.

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Wie man einen Sultan richtig beleidigt – und warum ein Blick hinter die Kulissen lohnt

Schlecky Silberstein, der u.a. für die Böhmermann-Sendung Neo Magazin Royal schreibt, hat in seinem Blog einen wunderschönen Artikel mit dem Titel „Gefickt sei Deine Mutter – Eine Schmähritik an den türkischen Sultan von 1676“ geschrieben. Es geht dabei um einen herrlichen Brief, den Saporoger Kosaken angeblich dem osmanischen Sultan geschrieben haben und in dem sie ihn, gelinde gesagt, derbe beleidgen.

Lest den Artikel, bevor ihr hier weiterlest!

Schlecky Silberstein zitiert dieses (angebliche oder tatsächliche) Schmähgedicht so, wie es im Wikipedia-Artikel zitiert wird. Und das ist schon sehr, sehr witzig. Aber auf der Diskussionsseite des Wikipediaartikels findet sich eine, wie ich finde, noch bessere Version:

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What’s next, SPD?

Nach meinem Rant vom Wahlabend einige Überlegungen dazu, was m.E. als nächstes kommen muß:

  1. SPD-Beitragsmarken_anno_1923Raus aus der Großen Koalition. Ernsthaft. Und zwar nicht so, wie es dank der Mehrheiten auch möglich wäre, sondern durch Neuwahlen. Die SPD kann in dieser Koalition nichts gewinnen, sie wird nicht wahrgenommen als die Kraft, die die Probleme löst. Die Kanzlerin macht einen hervorragenden Job darin, die Erfolge dieser Koalition für sich zu beanspruchen, da kommen wir nicht mit.
    Also, Neuwahlen, die wir natürlich entsetzlich verlieren werden, die die “AfD” in den Bundestag bringen werden, und die zu einer Schwarz-Grün-Gelben Koalition führen werden. Das ist so, das gefällt mir nicht – aber glaubt wirklich jemand daran, dass bei der Wahl Ende 2017 irgendetwas besseres rauskommen wird für die SPD? So, wie wir derzeit dastehen, sollten wir wahrscheinlich noch nicht einmal mit einem eigenen Kanzlerkandidaten für 2017 antreten.
    Ja, das klingt etwas nach “Selbstmord aus Angst vor dem Tod”, und ich würde diesen Schritt auch nur dann gehen wollen, wenn die anderen Punkte (siehe unten) ebenfalls angegangen werden.Was wir brauchen ist eine Strategie, die als Ziel eine sozialdemokratische Kanzlerin in 2021 hat.

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15 Jahre Wikipedia – 50 mal: Das hättest DU auch gekonnt, oder?

Heute ist der 15. Geburtstag von Wikipedia. Mein erster Edit war am 14. Dezember 2004, ohne das ich mich noch recht erinnern kann, wie es dazu kam.

Wichtiger ist mir aber die untenstehende Liste: Das sind alle Artikel in der Wikipedia, die ich angelegt habe (unter meinen früheren Account NodWikipedia15_Animated_Mark_-_Englishutschke und später als Schreibvieh). Klickt ihr auf den Link, so könnt ihr den Artikel in der Fassung lesen, in der ich ihn damals eingestellt habe (denn die Wikipedia speichert tatsächlich alle Versionen eines Artikel ab, aber das ist eine tolle Sache für einen späteren Blogbeitrag)

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„All I know for sure, all I know for certain, is that they weren’t born wanting to do this.“

This is a quote from „The West Wing“ (Episode „College Kids„). President Bartlet says these words after an attack against a college sports team. I
National Gallery London remember these words everytime something like the attacks in Paris happen. They point us, I believe, in the right direction in moments when all we want to do is either hide from this world, or smash something (or someone) to calm our anger

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Gehe in das Gefängnis, begib dich direkt dort hin

By Sidvics (Own work) [CC BY-SA 3.0)

By Sidvics (Own work) [CC BY-SA 3.0)

Ich glaube, kein Mensch in meinem Freundes- oder auch in meinem erweiterten Bekanntenkreis saß schon einmal im Gefängnis. Gefängnisse sind etwas für “die anderen”, nicht “für uns”. Und wer im Gefängnis sitzt, der ist ja selber schuld, hat er doch zumeist Schuld auf sich geladen, anderen Menschen geschadet, sie verletzt, vielleicht sogar getötet (oder sie sind nur schwarzgefahren, aber das ist eine andere Geschichte). Warum also sollte sich jemand außerhalb von Gefängnissen um Gefangene kümmern?

Weil es bitter, bitter nötig ist.

Und einfach.
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Was hindert’s, dass ich Christ werde?

Taufe, 3. Jahrhundert

Der folgenden Text beruht auf einer freien Rede von mir auf der Synode der Evangelischen Kirche am 8. November 2011 in Magedburg.

Gott wurde im November 2.372-mal aufgerufen. Das sagt mir die Statistik von Wikipedia. Dass ich in Wikipedia nachschaue, hat etwas mit meinem beruflichen Hintergrund zu tun: Ich bin Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, dem deutschen Förderverein hinter Wikipedia. 2372-mal also suchte und fand jemand Gott in Wikipedia. Das ist nicht schlecht, was die reine Zahl angeht. Es ist aber auch beileibe nicht gut. Um Ihnen einen Vergleich zu geben: Der Artikel über den Popstar Justin Bieber wurde im gleichen Zeitraum 17.089 mal aufgerufen. [Weiterlesen]